Arequipa liegt im Süden Perus, befindet sich auf einer Höhe von 2300 Meter und ist umgeben von Wüste und hohen Bergen. Der Vulkan Misti ist ein Symbol Arequipas und ein wichtiger Punkt in der Geschichte der Stadt, die nicht nur von vielen Erdbeben heimgesucht wurde, sondern auch aus weissem Vukangestein (Sillar oder Ashlar) erbaut wurde, welches der Stadt den Namen „Weisse Stadt“ verleiht. Sie wird von anderen Vulkanen und hohen, schneebedeckten Bergen umgeben, wie der Chanchani, Pichu Pichu und etwas weiter entfernt der Coropuna.
Arequipa wurde von der UNESCO zum Kulturerbe der Menschheit erklärt. Die Stadt ist voll von schönen Klöstern, Kirchen und alten kolonialen Villen. Aber auch in der Gastronomie hat die Stadt einiges zu bieten; es werden Speisen angeboten, die eine Mischung aus einheimischen Produkten der vorspanischen Ära, wie Puquina, Collagua und Inca, mit europäischen Essen sind.
Die Geschichte geht auf 8000 vor Christus zurück. Zeugnisse dieser Geschichte sind Höhlenmalereien und archäologische Monumente in der Umgebung. Eine Legende erzählt, dass Arequipa vom vierten Inca, Mayta Capac, dessen Armee das
Tal besetzte, gegründet wurde. Als sie das Tal verlassen sollten, baten einige seiner Leute bleiben zu dürfen, woraufhin der Inca antwortete “ari quepay”, das ist quechua und bedeutet “ja, du darfst bleiben“.
Die Gründung der Stadt durch die Spanier fand am 15. August 1540 statt, als sie unter den Namen "Villa Hermosa de Nuestra Señora de la Asunción" (Beautiful Village of Our Lady of the Assumption) getauft wurde. Aufgrund ihrer Nähe zum Meer und zu den Städten Puno und Cusco spielte Arequipa eine wichtige Rolle in der Zeit der Vizekönige.
Während der Republik konsolidierte die Stadt ihr wirtschaftliches Einkommen durch Schafwollexport und Fabriken für Alpaca, Vicuña und Lamawolle. Am Ende des 19. Jahrhunderts und zu Beginn des 20. Jahrhunderts sicherte die Stadt ihre Führung im wirtschaftlichen Sektor in den südlichen andinen Hochländern.
Arequipa ist die “Stadt des ewigen Frühlings” und hat das trockene Klima der Hochländer mit Temperaturen zwischen 24°C am Tag und 10°C nachts. In den Monaten von Jänner bis März gibt es leichten Regenfall, aber die Sonne scheint fast täglich.
Es gibt täglich Flüge von Lima, Cusco, Tacna und Puno nach Arequipa. Der Flughafen befindet sich nur 15 minuten von der Stadt entfernt. Die Stadt ist über verschiedenen Strassen mit dem Rest des Landes verbunden.
Die Entfernung zwischen Lima und Arequipa beträgt 1020 km auf der Panamericana des Südens; 12 Stunden mit dem Auto und 18 Stunden mit dem Bus.
Das Colca Tal befindet sich 4 Stunden nördlich von Arequipa. Der ansteigende Weg führt am Fusse des Chanchani vorbei, über Hochplateaus voll mit Ichu und Yareta (Pflanzen der Familie Umbelliferae) und Lebensraum der Alpacas und Vizcachas. Der höchste Punkt auf dieser Route liegt auf 4350 Meter. Von hier geht es abwärts ins Tal, vorbei an herrlichen Landschaften mit Terrassen und schneebedeckten Bergen. Der Colca Fluss liegt unterhalb in einer Tiefe von 3400 Meter und formt einen der tiefsten Canyons der Welt. Im Colca Tal befinden sich archäologische Reste der Collagua, Ureinwohner dieser Region, und man kann auch Wandmalereien und Höhlen finden, die als Lager für Getreide benutzt wurden.
Auf beiden Seiten des Flusses befinden sich insgesamt 14 Städte, die im 16. Jahrhundert gegründet wurden, um die Collaguas zu sammeln, die in der ganzen Region verstreut lebten. Diese Städte haben bis heute ihre originalen Strukturen erhalten wie das System der Strassen, ihre reich geschmückten Kirchen und ihre traditionellen Feste. Ca. 40 Kilometer von Chivay entfernt, die erste Stadt auf dieser Route, befindet sich ein unvergleichbarer natürlcher Aussichtsplatz. Hier kann man die herrliche Landschaft geniessen und Kondore beobachten. Verschiedene Städte bieten Unterkünfte an, aber man auch campen und Wandertouren unternehmen. Die Region des Colca ist ideal für Abenteuersport.
Cotahuasi ist ein andines Tal, welches sich 12 Autostunden von Arequipa entfernt befindet und wo es noch traditionelle Städte gibt. Es gibt aber auch heisse Quellen und die Wasserfälle von Sipia. Der Cotahuasi Canyon wird zusammen mit dem Colca Canyon als einer der tiefsten der Welt bezeichnet. Die Landschaft ist unvergleichlich aufgrund der Nähe zu den schneebedeckten Bergen Cropuna und Solimana.
Diese Region ist ideal, um hier Abenteuersport wie Mountain biking, Trekking, Kletter, Rafting, etc. zu praktizieren.
Die Katedrale wurde 1621 erbaut und 1844 durch einen Brand zerstört. Die neue Kirche wurde auf den Grundmauern der Alten im Renaissance Stil erbaut. Seine lange Fassade überblickt den Hauptplatz und besitzt zwei Türme. Im Inneren gibt es einen Hauptaltar, der aus derselben Zeit stammt und vom italienischen Künstler Filippo Moratilla konstruiert wurde; die Orgel wurde in Belgien hergestellt und die hölzerne Kanzel wurde von Buisine-Rigot in Lille, Frankreich, konstruiert.
Dieser Komplez umfasst einen offentlichen Platz, zwei Kirchen (die Kirche von San Francisco und die Kirche des dritten Ordens), ein Kloster und die Fierro Foundation (wo sich ein Museum und ein Kunsthandwerksmarkt befindet). Die Kirche von San Francisco wurde im 16. Jahrhundert aus Ziegeln und weissen Lavagestein (Ashlar) erbaut. Sie besitzt ein rechteckiges Hauptschiff mit drei Gängen. Das Kloster besitzt eine Bibliothek mit mehr als 20 000 Büchern und eine interessante Bildergalerie.
Dieser einzigartige Platz ist fast eine eigene Stadt. Das Kloster, welches seit 400 Jahren als solches funktioniert, wurde im 15. Jahrhundert erbaut. Es umfasst eine Fläche von 20 000 m2, grosse Mauern, Strassen mit spanischen Namen, kleine Zellen, weisse Gebäude aus Vulkangestein, Gärten, eine beeindruckende Kirche und eine kleine Bilderglaierie. Es wurde erst 1970 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und ist eine der wichtigsten Attraktionen der Stadt.
Es befindet sich im traditionellen Bezirk von Antiquilla und wurde 1648 gegründet. Es bietet ein gutes Beispiel für die koloniale Architektur Arequipas. Hier befindet sich der sogenannte „Alcantarino“ in rechteckiger Form, der sehr gut erhalten wurde. Weiters verfügt es über eine umfassende Bibliothek mit 25 000 Büchern aus dem 16, 17 und 18. Jahrhundert, eine Bildergalerie mit Arbeiten der Cusco Schule und ein Amazonas Museum, welches Objekte der Misionarstätigkeit im Urwald während dieser Periode ausstellt.
Arequipas Küche ist eine der reichsten in Peru mit einer breiten Palette von verschiedenen Gerichten. Es gibt herliche Fischsuppen, oder Suppen aus Rindsfleisch, Lamm, Huhn oder Schrimps mit Kartoffeln und Mais und gewürzt mit feinen andinen Kräutern.
Chupe de camarones (Schrimpssuppe) ist die bekannteste unter allen. Andere Gerichte sind Rocoto relleno (gefüllter Rocoto – scharf!), Cauche de queso (ein Gericht aus Zwiebel, Tomaten, Chili, Milch, Käse und wird mit Tomaten Mais serviert), Cuy chactado (gegrilltes Meeschweinchen mit Kartoffel); weiters gibt es exzellente Gerichte, welche in sogenannten „Picanterias”, typische Lokale, wo diese regionalen Gerichte zubereitet werden
Ostern
Verschiedene religiöse Zeremonien während der Osterwoche
01.05: Die Jungfrau von Chapi
Wenn man die Wüste durchquert, gelangt man zu dem 45 Kilometer entfernt liegenden Heiligtum von Chapi. Hier verehrt man das Bild "Unsere Jungfrau der Reinheit", bekannt als die "Jungfrau von Chapi". Man sagt, dass 1790 die Statue weggebracht werden sollte - diese wurde jedoch plötzlich so schwer, dass es unmöglich war diese zu bewegen. Am Haupttag wird die Jungfrau in einer Prozession getragen und nachts gibt es Feuerwerke.
15.08: Jahrestag von Arequipa
Zivile und religiöse Feiern, welche eine ganze Woche lang stattfinden; verschiedene religiöse und künstlerische Events zu Ehren der Gründung der Stadt durch die Spanier am Tag der Jungfrau von Asuncion.
Caral ist die älteste Zivilisation in den Amerikas, es entwickelte sich fast gleichzeitig mit den Zivilisationen von Mesopotamia, Ägypten, Indien und China. [Mehr...]
Dank zu Prom Peru für die Informations und die Bilder
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